Ja – IN einem Textil.

Es hat ungefähr 9 Jahre gedauert, bis ich mit Dayak-Textilien umgegangen bin, bis ich ihnen endlich die Augen geöffnet habe!

So wie ich törichterweise ein Meisterwerk aufgegeben habe, so muss ich auch den Wert anderer, die mir in der Vergangenheit angeboten wurden, nicht erkannt haben. Aber egal. Zumindest bin ich angekommen und meine Augen sind jetzt weit offen für die Tiefe ihres Charakters.

Hier ist also ein Stück, das heute angekommen ist.

Ich habe es erworben, weil es alt ist und ein gut ausgearbeitetes Layout und dicht gearbeitete Motive hat. Die Fotos auf WhatsApp sahen gut aus und so kam der Deal zustande.

Sobald das Paket angekommen war, holte ich die beiden Textilien heraus und begutachtete sie im Nachmittagslicht des sonnigen Singapur. Und innerhalb von Sekunden offenbarte sich mir die Iban-Frau.

Ich hatte sie auf den Fotos nicht bemerkt. Auch der Händler hatte es nicht getan. Doch hier war sie deutlich zu sehen!

Die Freude überwältigte mich und ich beeilte mich, Fotos von Frauen zu finden, die ich 2012 auf einer Reise nach Sarawak fotografiert hatte.

Und der Vergleich bestätigte, dass es sich tatsächlich um die Darstellung einer Iban-Frau handelte, die ihre traditionell verzierte Tunika an den Schultern und den Bidan-Rock trug.

Hätte ich die kulturellen Tänze und Kostüme nicht im wirklichen Leben gesehen, wäre mir die Darstellung traditioneller Kostüme in der Pilih-Weberei sicher völlig entgangen.

Die Entdeckung im Textil bedurfte der Bestätigung durch das wirkliche Leben – andernfalls hätte es sich genauso gut um Fiktion oder Einbildung handeln können.

Das erinnert mich auch an die Parallele, über die ich in D’Abros Buch „The Evolution of Scientific Thought“ gelesen habe, dass wir oft sehen, dass reine Mathematik uns Vorhersagen über mögliche Realitäten liefert – aber diese Vorhersagen müssen verworfen werden, sofern sie nicht durch die Physik unserer Realität bestätigt werden.

Glücklicherweise war in diesem Fall das reale Beispiel durch frühere Reisen in diese Welt leicht zugänglich.

Es bestätigt mir also, dass die Erfahrung in der realen Welt notwendig ist, da sie den gesamten Rahmen darstellt, innerhalb dessen wir unsere schönen Textilien betrachten müssen.

Ansonsten nur wir siehe sie teilweise und verpassen vielleicht zu viel!

Hier sind weitere Fotos von diesem großartigen Stück.

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jm