Tief in den Waldgebieten von Goa liegt ein Steintempel, der eine sehr ungewöhnliche Architektur zu haben scheint. Komplett aus Stein – einige Platten sind so groß, dass ich mir wegen der Struktur Sorgen gemacht habe. Meine Sorge war offensichtlich naiv und fehl am Platz, da der Tempel seit dem 12. Jahrhundert existiert!
***
Die 65 km lange Fahrt im Regen durch die üppigen Wälder von Goa belebt die Seele. In dem kleinen, selten besuchten Tempel steht die Zeit still. Keine Menschenmassen, kein Handel, niemand, der Hoffnung und Versprechen verkauft, wie man es in Kamakhya oder Puri sieht. Nur die stille Akustik des Steintempels und eine kleine Lampe, die darin brennt.
***
Während ich dies heute schreibe, erinnere ich mich daran, wie ich an dem kleinen Bach saß, der irgendwo in der Gegend floss. Mit bis zu den Knöcheln hochgezogenem Baumwollsari saß ich auf einem vom Fluss getragenen Felsen, tauchte meine Füße ins Wasser und ließ das Klirren meiner Payals mit dem Rauschen des Baches wetteifern, während ich wie ein Kind herumspritzte! Und als ich diese Freuden genoss, die nur ich und der Fluss kannten, ohne Angst, Sorge oder Sorgen, hörte ich irgendwo, nicht weit von mir entfernt, das Gackern kleiner Jungen: Eine kleine Gruppe – etwa 6–9 Jahre alt – hatte den Spaß ihres Lebens, indem sie auf eine hohe Stelle am Flussufer kletterte, dann in den Fluss sprang und dann hinausrannte, um dies zu wiederholen! Sie hatten so viel Spaß! Die Ruhe des Tempels und des Waldes war gebrochen – aber was für schöne Lachgeräusche erfüllten diese Stille! Ich bereue jetzt, dass ich nicht angetreten bin und mich ihnen angeschlossen habe.
***
Ich bin nicht religiös. Aber Erfahrungen wie diese – die Kombination aus Regen, Wald, Stein, Fluss, plätschernden Füßen, Stille und allem, was mich umgab – berühren meine Seele zutiefst. Momente im Leben zu erleben, die so unschuldig und rein sind, kann einen in Überschwänglichkeit versetzen, indem man sich einfach an diese einfachen Rückblenden des Glücks erinnert.
***
Ein paar Bilder
Jm
Der Beitrag Ungewöhnliche Architektur des Tamdi Surla Tempels erschien zuerst auf Der Kunstblog von WOVENSOULS.COM.



