Was bekommt man, wenn die Frauen einer sozialen Gruppe einen starken Intellekt, Glück im Herzen und Zeit haben? Kunst.
Kunst, die dazu dient, ihr Leben zu schmücken. Kunst, die in die Gegenstände des täglichen Gebrauchs einfließt.
Ein ergreifendes Beispiel ist die Textilkunst der Banjara-Gruppe in Indien. Die unten gezeigten Stücke sind alle für den Eigenverbrauch bestimmt.
Einige Beispiele:
1. Schulranzen
3. Geldgürtel
4. Wiegentuch
Innerhalb dieser Textilgruppe sehen wir mehrere Motive, die sich über die Textilien hinweg wiederholen.
A. Die Berggipfel
Und die abgestuften Berggipfel
b. Das Schachbrett
c. Die Escher-Pfeilspitzen
(Genau wie in Eschers Zeichnungen sind sowohl die Figur als auch der Boden Pfeilspitzen und man kann nicht sagen, welche Figur und welche der Boden sein sollte.)
d. Die Doppelhelix der DNA?
[Früher hatte ich einen kleinen Lilihan-Teppich, der „deutlich“ das Doppelhelixmuster aufwies – Proteinmoleküle eingeschlossen
– also ist die Idee für mich nicht neu – aber ich stimme zu, dass es vielleicht lächerlich klingt!!)
e. Flussdiagramm oder Kettenreaktion?
F. Eine komplexe Molekülstruktur? 
G. Diamanten
Bei den einfacheren Motiven scheinen die Farbkombinationen besonderes Augenmerk der Schöpfer auf sich gezogen zu haben.
Vielleicht diese Textilien wurden nicht nur als visuelle Kunst, sondern auch als mathematische Kunst geschaffen. Vielleicht wurden sie mit Motiven geschaffen, die ihnen etwas bedeuteten. Vielleicht verfügen wir einfach nicht über die Chiffre, die wir brauchen, um sie zu verstehen!
Oder vielleicht hoffe ich einfach auf zu viel Bedeutung, wo keine ist …
jm
Juni 2014
Der Beitrag Mystische Banjara-Textilien erschien zuerst auf Der Kunstblog von WOVENSOULS.COM.


















