Da ich mich noch nie in die Welt der bildenden Kunst – weder modern noch klassisch – gewagt hatte, war ich bei diesem Thema eher zurückhaltend. Was wäre, wenn ich nichts verstand, was wäre, wenn ich nichts zu schätzen wüsste, was wäre, wenn ich dumme Fragen gestellt hätte … und so weiter.
Deshalb ist Solounterricht im Internet so einfach … Der Einzige, dem man seine Unwissenheit offenbart, ist Google-Gott. Und er urteilt nicht.
Aber hier war ich an einem kühlen Herbsttag in Montreal und freute mich, das Montreal Museum of Fine Art für die Ausstellung „Van Gogh bis Kadinsky, Impressionismus bis Expressionismus, 1900–1914“ zu besuchen.
Der Grund für meine Freude? Ich war von einem Professor für Bildende Kunst und seinem Freund, beide prominente Liebhaber der Textilkunst, eingeladen worden, sie ins Museum zu begleiten.
Im Gleichschritt mit den Gelehrten erhielt ich einen Kommentar zum Gesamtthema der Ausstellung, zu den verschiedenen Bildkategorien sowie zu einzelnen Gemälden.
Ich habe zugehört. Und absorbiert.
Die Ausstellung beginnt mit der Ausstellung der im 20. Jahrhundert entstandenen Kunst und endet mit der Ausstellung der Werke, die zu Beginn des Ersten Weltkriegs entstanden sind. Die Plakate bewegen sich vom Impressionismus zum Expressionismus und bieten Einblicke in die Dynamik jener Zeit und die Faktoren, die diese Trends beeinflussten.
Seit Jahren hatte ich eine Frage, die in meinem unwissenden Kopf unbeantwortet blieb: „Was hat einige dieser Künstler so berühmt/beliebt/verehrt gemacht, zumal man heute, wenn man eines dieser Gemälde in einem Blindtest sehen würde – ohne Hintergrundwissen vielleicht nicht so beeindruckt von ihnen wäre.“
Sie sagen: „Wenn ein Schüler bereit ist, erscheint der Lehrer.“
Bei diesem Museumsbesuch wurde mir die Antwort gegeben: Das bei das Die Originalität und Kraft ihrer Werke ist der einzige Faktor, der Aufmerksamkeit erregt hat. Und mit einem Spiel der Wahrscheinlichkeiten und dem Lauf der Zeit begann man diese Künstler als Meister der Kunst zu betrachten. Heutzutage wurden diese Techniken hundertmal kopiert und emuliert, sodass dies in einem Blindtest als normal erscheinen mag. Aber damals waren diese Künstler Pioniere. Solche Formen der Malerei waren noch nie zuvor zu sehen und so faszinierten sie den damaligen Betrachter.
Ein paar Bilder vom Besuch mit Werken von Van Gogh, Gauguin, Matisse, Picasso, Cézanne und Kandinsky und anderen.
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Am Ende des Besuchs wurde mir klar, wie glücklich ich war, meine erste Unterrichtsstunde in bildender Kunst bei einem Kunstprofessor zu erhalten echt Meisterwerke als Beispiele zum Lernen! Bin so dankbar!
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Schlussgedanken:
Der Gesamtzustand eines Volkes spiegelt sich (unter anderem) darin wider, wie seine Gesellschaft Kunst schätzt und sich mit ihr beschäftigt*.
Die hohe Beteiligung im Museum an diesem Wochentag hat mich beeindruckt! Ich glaube, hier waren mehr Leute als in den Einkaufszentren. Was für eine entzückende Entdeckung!
Es ist schwer, Montreal nicht zu mögen! Es ist eine der kältesten Städte auf dem Planeten [vor zwei Tagen war es dort kälter als auf dem Mars], aber meine Erfahrung war eine der wärmsten, die ich je als Tourist in einer fremden Stadt gemacht habe!
jm
Januar 2015
[*Zweifellos tragen auch viele andere Faktoren wie die Langlebigkeit von Epochen ohne Kriege, Epidemien, Naturkatastrophen und andere Faktoren dazu bei, ob man Zeit für Kunst hat oder nicht.]
Der Beitrag Meine erste Lektion in Bildender Kunst erschien zuerst auf Der Kunstblog von WOVENSOULS.COM.






































